31. Dezember, SILVESTER

Der 31. Dezember, ist seit dem Gregorianischen Kalender der letzte Tag des Jahres. Dieser Tag ist dem heiligen Silvester geweiht. Jahrhunderte lang wurde der Jahresbeginn zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert. 1691 erst legte Papst Innozens der 7. den Neujahrsbeginn auf den ersten Januar.

WER ist eigentlich Silvester?
Silvester war von 314-335 Papst unter dessen Pontifikat sich die Einführung des Christentums als Staatsreligion unter Kaiser Konstantin vollzog. Legenden erzählen von seinen Wundertaten: Er soll Rom von einem Drachen befreit haben und einen tot umgefallenen Stier wieder zum Leben erweckt haben. Sankt Silvester galt als Patron der Haustiere.

Es gibt verschiedene SILVESTERBRÄUCHE.
In Garmisch zum Beispiel singen die Burschen. Es gibt auch noch das Silvesterdreschen, dabei wird mit Dreschflegeln auf eine leere Holzbühne eingeschlagen.
Ein Brauch den es heute noch gibt ist mit Knallfröschen zu schießen und Feuerwerkskörper
zu zünden, Raketen und Sektkorken knallen beim "Prosit Neujahr". Auch Glückssymbole wie
zum Beispiel Töpfchen mit Glücksklee, Schornsteinfeger, Marzipanschweinchen spielen bei Silvesterfeiern eine große Rolle.

 Neujahrswunsch-Grußkarte von 1465



 

Neujahrswunsch-Grußkarte von 1465


Heute macht man Bleigießen, oder lässt sich Kartenlegen. Im Ötztal sammelte man Blei von alten Friedhofkreuzen und goss daraus zwischen 11-12 Uhr in der Neujahrsnacht  Freikugeln. Auch das Wetter sollte man an Silvester vorausbestimmen. Bei uns in Franken, stellte man Zwiebelschalen - genau 12  - der Reihe nach auf und gab Salz hinein. Die Schalen in denen das Salz zerging, sollten die verregneten Monate des kommenden Jahres werden, die anderen die trockenen. Der Neujahrsmorgen am 1. Januar begann seit jeher damit, dass jeder jedem "Ein Gutes Neues Jahr" wünschte. Und zwar sollte es Glück fürs ganze Jahr bringen, wenn diesen Glückwunsch ein junges Mädchen aussprach, Unglück aber, wenn es eine alte Frau sagte.

Die Neujahrsnacht ist in allen Ländern und Kulturen eine besondere Nacht. Viele unserer typischen Silvesterbräuche (Raketen schießen, üppiges Essen, Glückssymbole,..) gehen auf heidnische Bräuche zurück. Auch das im ländlichen Bereich übliche "Räuchern", das Begehen der Wohn- und Arbeitsräume und der Stallungen mit gesegnetem Weihrauch hat seine Wurzel in den Dämonenvertreibungen. Für den Christen ist der Silvestertag ein Tag des Dankes an Gott für seinen Segen im vergangenen Jahr und ein Tag der vertrauensvollen Bitte für das kommende Jahr.

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